Erzgebirgische Chronik:

Das Erzgebirge ist für seine lebendigen Traditionen, seine einzigartigen Weihnachtsbräuche, das handwerkliche Geschick, das historische Bergmannstum sowie die tiefe Verbundenheit der Erzgebirgler zu ihrer Heimat in der ganzen Welt bekannt.

Die traditionsbewussten Erzgebirgler pflegen das reiche Brauchtum ganzjährig in zahlreichen Vereinen und blicken voller stolz auf ihre, durch den Bergbau geprägte, Heimat.


Das Erzgebirge erhielt durch den Bergbau nicht nur seinen Namen, sondern auch viele eigenständige kulturelle Traditionen.

Die Blütezeit des Bergbaus lag im Mittelalter, als Silber-, Zinn-, Wismut- und Kobalterze gewonnen wurden. Ende des 15. Jahrhunderts bildeten sich noch heute berühmte Bergstädte, wie Schneeberg, Annaberg und Marienberg heraus.

Die im Erzgebirge geprägten Taler verhalfen der Silberwährung zum Durchbruch. Bergbau, Bergrecht, Marktscheidewesen, Schmelzwesen und das Rechnungswesen waren führend und wurden zum Vorbild für viele europäische Bergbauzentren.

Außerdem befinden sich Deutschlands ältestes Zinnbergbaugebiet und auch die größten Zinnkammern Europas im Erzgebirge.

Die Geschichte des Erzgebirges ist auch noch heute, nach über 800 Jahren Berbau, durch zahreiche technische Denkmale, Besucherbergwerke und Museen nacherlebbar.


Der traditionelle Höhepunkt des Jahres ist die Advents- und Weihnachtszeit, wenn Weihnachtsmärkte sowie Bergparaden stattfinden und das gesamte Erzgebirge in einem einzigartigen Lichterglanz erhellt.

Die Häuser der Erzgebirgler sind dann traditionell mit erzgebirgischer Volkskunst, wie Schwibbögen, Nussknackern, Weihnachtspyramiden, Räuchermänncher uvm. geschmückt. Die Herstellung dieser einzigartigen Holzschätze, die über Generationen weitergereicht wurden, entstand aus der Not heraus, die bescheidenen Lebensverhältnisse der Erzgebirgler durch einen zusätzlichen Verdienst aufzubessern.

Der Holzreichtum des Gebirges und der Umstand, dass der Bergmann seit jeher verstand mit Holz umzugehen, trugen dazu bei, dass aus dem Erzgebirge im Laufe der Jahrhunderte diese einzigartige Volkskunstlandschaft entstehen konnte.

Neben der Holzkunst machten aber auch noch andere Gewerbe das Erzgebirge berühmt. Dazu zählen zum Beispiel das Klöppeln und das Posamentieren.